Weiterbildungskonzept Orthopädie/Unfallchirurgie
 
 

Weiterbildungskonzept zur Ausbildung zum Facharzt/Fachärztin für Orthopädie und Unfallchirurgie

Entsprechend den Bedürfnissen für die frühzeitige Integration in die Dienstbereitschaft liegt der Schwerpunkt der Weiterbildung im 1. Jahr im Bereich der Unfallchirurgie:

1. Jahr

1.  

  • Zur Erlernung der Notfallbehandlung: Rotation ca. drei Monate auf der Notfallstation und der Zentralen Aufnahme.
  • Erlernen der konservativen Behandlung von Frakturen mit Reposition und Gipsfixationen,
  • Wundversorgung und Gelenkpunktionen.

2.  

  • Führen einer Abteilung und Station unter Supervision eines Oberarztes für neun bis zehn Monate.
  • Erlernen der Wundbeurteilung und Wundpflege.
  • Erlernen und Verstehen der notwendigen radiologischen Abklärungen prä- und post-operativer Zustände.
  • Erlernen der Indikationsstellungen für Zusatzuntersuchungen.
  • Führen von Krankengeschichten und Verlaufsblättern bei den Patienten.
  • Erstes Erlernen des Rehabilitationsprozederes.

3.  

  • In der Ambulanz begleitendes Betreuen der Sprechstunde mit entsprechender Erhebung von Anamnese, Befund, Indikationsstellung für Zusatzuntersuchungen und Therapievorschlägen in der Verlaufsbeobachtung von traumatologischen Fällen.
  • Erlernen der Risikoaufklärung von Patienten.

4.  

  • Operationen: 1. und 2. Assistenz bei komplexen Eingriffen, 1. Assistenz und Erlernen unter Anleitung von einfachen traumatologischen Eingriffen, wie Schienung von Zehen- und Fingerfrakturen, Repositionen und Osteosynthese von Radiusfrakturen, Reposition und Osteosynthese von Malleolarfrakturen.

5.  

  • Der Ausbildungsassistent wird gehalten traumatologische Operationen vor- und nachzubereiten mittels eigenständiger und angeleiteter Studien aus der entsprechenden Fachliteratur, Erlernen entsprechender Zugangswege.

6.  

  • Erlernen der administrativen zeitgerechten Arbeiten strukturiert, um damit die größte Sicherheit für den Patienten und die Weiterbehandlung zu garantieren. Erlernen und Erkennen der Bedeutung für die medizinisch als auch juristisch notwendige Dokumentation von Krankengeschichte, Verlaufsblatt, Operationsberichten und dergleichen.

7.  

  • Weiterbildung: Der Ausbildungsassistent besucht interne Weiterbildungen innerhalb der Abteilung, interne Weiterbildungen innerhalb des Hauses.
  • Es wird ihm weiter ermöglicht, jährlich entsprechende Fortbildungen zu besuchen, die Teilnahme am AO-Grundlagenkurs wird ermöglicht.
  • Ebenso wird die Weiterbildung zur Erlangung der Zusatzqualifikation Notfallmedizin zu erzielen, um den Einsatz auf den Notarztwagen zu ermöglichen.

8.  

  • Entsprechend den Anforderungen erfolgt regelmäßig die Evaluierung der geforderten und tatsächlich erreichten Weiterbildungsinhalte. Die Evaluierung wird entsprechend protokolliert.

2. Jahr Unfallchirurgie

1.  

  • Notfallbehandlung: Erneute Rotation 2 bis 3 Monate auf der Notfallstation und in der Zentralen Aufnahme.
  • Die erlernten Kenntnisse in der Erstbehandlung werden erweitert und insbesondere im Sinne der Kenntnisse im Management von polytraumatisierten Patienten vertieft.
  • Verbesserung der Repositions- und Gipstechniken, Wundversorgung und Gelenkpunktionstechniken.

2.  

  • Führen einer Station über neun bis zehn Monate unter Supervision eines Oberarztes und Facharztes, wobei zunehmend Selbstständigkeit in der Durchführung erlangt werden soll.
  • Neben der Verbesserung in der Indikationsstellung weitere Zusatzuntersuchungen, jetzt auch zunehmende Befundung und Indikationsstellung in der Auswahl der Behandlungsverfahren.
  • Weiter Erlernen der Nachbehandlungskontrolle mit Entscheidungsprozessen über Belastbarkeit, funktionellen Nachbehandlungen und dergleichen.

3.  

  • Fortführung der erlernten operativen Versorgung von Radius- und Malleolarfrakturen.
  • Einführung in die Versorgung proximaler Femurfrakturen mit dynamischer Hüftschraube oder Verriegelungsmarknagelung mit Gelenkkomponenten und Kopfprothesen.
  • Weiteres Erlernen operativer Versorgungen von Frakturen anderer Lokalisationen mit 1. Assistenz und auch selbstständiges Durchführen unter Anleitung.

4.  

  • Die Fortführung der theoretischen Ausbildung im Bereich spezieller Zugangswege, z. B. zum Oberarmschaft, Ellenbogengelenk und Kniegelenk.

5.  

  • Weiterbildung: Der Ausbildungsassistent besucht weiterhin interne Fortbildungsveran-staltungen sowie externe Fortbildungsveranstaltungen und wird gehalten über externe Fortbildungsveranstaltungen strukturiert innerhalb einer abteilungsinternen Fortbildung zu berichten und das Erlernte darzustellen und zu diskutieren.

6.  

  • Weiter wird der Fortbildungsstand entsprechend den Vorgaben regelmäßig evaluiert in einem gemeinsamen Gespräch. Die Ausbildungsziele und der tatsächliche Ausbildungsstand abgeglichen.

Orthopädie 1. Jahr

1.  

  • Betreuung einer Sprechstunde parallel zu einem Oberarzt oder dem Leitenden Arzt persönlich.
  • Erhebung von Anamnesebefund und radiologischen Abklärungsuntersuchungen bei orthopädischen Krankheitsbildern.
  • Erlernen der Indikationsstellung für operative und nichtoperative Eingriffe.

2.  

  • Führen einer Abteilung unter Supervision des Oberarztes oder Leitenden Arztes.
  • Erlernen der Wundbehandlung und Wundpflege.
  • Führen von Krankengeschichten und Verlaufsblättern.
  • Erlernen von Rehabilitationsprozessen, speziell auf orthopädische Krankheitsbilder abgestimmt.
  • Erlernen der Indikationsstellung und Befundung weiterer technisch notwendiger Untersuchungen.

3.  

  • Operationen: Assistenz bei kleineren und größeren Eingriffen zur Erlernung von Zugangswegen. Hier kann aufgebaut werden auf die bereits vorhandenen Erfahrungen im Bereich der Unfallchirurgie.
  • Vorbereitung orthopädischer Operationen mittels Lehrbücher über Operationstechniken und Zugangswege.
  • Durchführen von Operationen, wie Arthroskopien, Metalleingriffe, Fußeingriffe, Hüft- und Knieeingriffe unter Anleitung.

4.  

  • Weiterbildung: Der Ausbildungsassistent besucht weiterhin interne Fortbildungen sowie externe Fortbildungen, jetzt spezialisiert auf orthopädischem Fachgebiet. Er berichtet über das Erlernte innerhalb klinikinterner Fortbildungen. In diesem Rahmen können die Kenntnisse und das Verständnis des Erlernten überprüft und diskutiert werden.

5.  

  • Entsprechende Vorgaben werden durch die gewonnenen theoretischen und praktischen Kenntnisse regelmäßig evaluiert.

4. Jahr

1.  

  • Favorisierung einer intensiven, operativen Ausbildung.
  • Der Ausbildungsassistent wird im 4. Jahr in erster Linie lediglich in Vertretung für Stations- und Abteilungsarbeiten eingesetzt, hat dann aber in dieser Funktion eine höhere Verantwortung gegenüber seinen Kollegen in der Klinik.

2.  

  • Ambulanz: In der Betreuung der Sprechstunde nach wie vor unter Supervision, jedoch sollen die Pathologien zunehmend selbstständiger erfasst und therapiert werden.

3.  

  • Operationen: Vertiefung der operativen Kenntnisse sowohl im arthroskopischen Bereich als auch im Bereich von Schulter- und Kniegelenk. Durchführung auch größerer Eingriffe, wie Knieendoprothesen, Hüftendoprothesen und Umstellungsosteotomien unter Anleitung.

4.  

  • Weiterbildung: Der Ausbildungsassistent besucht im 4. Jahr nochmals einen mehrtägigen Vorbereitungskurs auf die Facharztprüfung, welche derzeit sehr strukturiert und gut wissenschaftlich inhaltlich angeboten werden, nochmals zur Wiederholung und Vertiefung der erworbenen Kenntnisse in den 4 Ausbildungsjahren.

5.  

  • Gegen Ende des 4. Ausbildungsjahres Evaluation der gewonnenen Erkenntnisse in einem gemeinsamen Gespräch und in Abhängigkeit vom Ergebnis Anmeldung zur Facharztprüfung.

Abschließend bleibt festzuhalten, dass es sich bei der operativen Orthopädie und Unfallchirurgie um sich überschneidende Inhalte handelt und insbesondere das 2. und 3. Ausbildungsjahr sehr verzahnt ineinander übergreifen und übergreifen können und hier je nach Kenntnisstand und Qualifikation des Auszubildenden die Inhalte überschneidend vermittelt werden können. Beispielhaft überschneiden hier z. B. die posttraumatischen Folgezustände mit orthopädischen Zuständen, welche in ihrer Indikationsstellung und Therapie durchaus ähneln und überlappen können.

 

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